virtueller Tagesbericht

Ein möglicher Tagesbericht in der Mechernicher Kinderstadt
Heute morgen bin ich im Einwohnermeldeamt Bürger der Mechernicher Kinderstadt „Mecki“ geworden, ich bekam einen Ausweis und eine Arbeitserlaubnis. Ich habe gestern schon von meiner Freundin gehört, was es hier so alles Tolles gibt und wollte sehr gerne ein solches Armband kaufen. 7 Mecki sollte es kosten. Doch mit meinen drei Euro klappte das nicht, ich sollte erst einmal etwas Arbeiten gehen und dadurch Geld verdienen und mit meinen Meckis wieder kommen. Das Armband wurde für mich reserviert, sagte der Verkäufer des Schmuckladens.

Also ging ich zum Arbeitsamt. Dort war schon eine Schlange mit anderen Kindern, die alle Geld verdienen wollen. Auf großen Tafeln konnte ich schon sehen, dass es viele Berufe in vielen verschiedenen „Geschäften“ gibt: Blumenladen, Bäckerei, Autowerkstatt, Abfallwirt-schaftsunternehmen, Getränkeservice, Kino, Schmuckwerkstatt, Bank, Kirche, Stadtverwaltung, Künstleratelier, Kaufhaus, Beauty-Shop, Zeitungs- und Internet-Redaktion. Da ist doch klar, ich arbeite bei der Bank. Aber als ich an der Reihe war, gab es den Job des Bankers nicht mehr. Da musste ich mir was anderes aussuchen.

Und schon wurde ich gefragt, was ich arbeiten möchte. „Ähh, hmm, ich will, Mann, …“ Und schon hatte ich die Karte für die Straßenreinigung in der Hand. Hatte mich da jemand falsch verstanden? Müllmann? Na ja, auch ein Müllmann verdient Geld in der Kinderstadt. Später habe ich sogar erfahren, dass ich genau so viel verdiene, wie jeder andere hier – egal, welchen Beruf wir ausüben. Ich wurde entsprechend ausgestattet, bekam einen Greifarm und musste auf die Straße. Als Müllmann hatte ich einen coole Job. Ich musste in der gesamten Kinderstadt schauen, dass nirgendwo Müll herum liegt und den Abfall in den Mülleimern in meinen großen Müllbehälter umfüllen. Dabei konnte ich mir nebenbei anschauen, was es hier so alles gibt und ich habe mir versucht zu merken, als was ich alles noch arbeiten möchte. Immer wieder kam der Getränkeservice vorbei und brachte kostenloses Wasser vorbei. Nach einer halben Stunde war ich fertig und bekam meinen Lohn auf meiner Lohn- und Arbeitskarte eingetragen.

Zurück zum Arbeitsamt und einen neuen Job aussuchen. Nachdem ich dann bei der Arbeitsagentur Jobs verteilt und in der Werkstatt an einem Auto geschraubt habe, habe ich mir mal eine Pause gegönnt. Ich bin zur Bank und habe mir meinen Lohn auszahlen lassen. Die haben mir dann erklärt, dass von meinem Gehalt noch Steuern zahlen muss. Dann hatte ich danach doch nicht mehr so viel wie gedacht, schade. Von meinem ersten verdienten Geld habe ich mir an der Saftbar einen leckeren Smoothie gekauft, bin ein wenig am Kaufhaus vorbeige-schlendert und habe mir mein Armband gekauft. Später erzählt mir Julia, dass sie dieses gemacht habe.

Nach dem leckeren Mittagessen geht es erneut zur Arbeit. Ich arbeite endlich in der Bank und muss den anderen Kindern ihren Lohn oder ihr Sparguthaben auszahlen. Nun bin ich Banker. Doch auch diese Zeit geht schnell vorbei. Ich arbeite noch im Kaufhaus und verkaufe die hier produzierte Ware an Bürgerinnen und Bürger der Mechernicher Kinderstadt oder an die vielen Eltern über den Exportschalter.

Die letzte Kinovorstellung schaffe ich mit Julia so gerade noch und lade sie zum Popcorn ein.
Ein richtig toller Tag in der Mechernicher Kinderstadt war das.

Müde gehe ich zuhause ins Bett und träume davon, als Bürgermeister von Mecki gewählt zu werden …

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